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DAS KARWENDELGEBIRGE bei Mittenwald,
ganz oben Mitte: Ein Tag beginnt, das Licht wandert gen Westen / darunter Alpenglühen im Karwendelgebirge


Das Gebirge reicht von Bayern bis nach Tirol. In ihm entspringt die Isar, die über München den Weg zur Donau nimmt.
Die westliche Karwendelspitze bringt es auf eine Höhe von 2240 m. So findet sich hier hochalpines Gebiet, das nur im Bereich Dammkarhütte und Mittenwalder Hütte (beide von Mitttenwald erreichbar) für ungebübte Wanderer, die keine Bergsteiger sind, zugänglich ist.
Ratsam ist es, an geführten Wanderungen teilzunehmen, die Bergschule in Mittenwald zu besuchen, ehe man zu alpinen Touren die über 1200 m hinauf führen, aufbricht. Denn die Natur ist ungezähmt, wild und trotz aller Romatik, können u.a. Steinschlag, Geröll, lose kleine Steinchen, Schmelzwasser, steile Stiege, Wetterumschwünge, Unwetter, im Winter auch Lawinen, überschätzte Kräfte der Bergsteiger, ungesicherte Wege, vor allem bei Nässe, zu unkalkulierbaren Gefahren werden. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Kondition sind neben Proviant und Bergausrüstung daher unerlässlich.


 
Das Wahrzeichen des Karwendelgebirges:
Die Vierspitz. Hier hat die Natur eine natürliche Vier im Kalkgestein geformt. Am deutlichsten zu sehen ist die Vierspitz nahe dem Bahnhof von Mittenwald, Richtung München. Kaum vorstellbar, das da, wo heute die Alpen liegen, mal ein Meer war, aus dessen Ablagerungen die heutigen Alpengebirszüge mittels enormen Kräften aus dem Erdinneren aufgetürmt wurden. Wind, Wasser und die Jahreszeiten tragen sie ab und lassen sie irgenwwann wieder zu Staub werden. Also auch hier ist alles vergänglich, was uns mahnt, wie kostbar der Augenblick doch ist, der erhabenen Schönheit begegnet zu sein.
 

Die Karwendelbahn - bringt in zehn Minuten, nach einem Moment der Schwerelosigkeit, beim Andocken der Gondel, die Gäste auf die Westliche Karwendelspitze. Hier beginnen Routen für Bergsteiger, die sich zu Fuß über ein Geröllfeld und durch einen Fußgängertunnel zurück ins Tal aufmachen, oder der ungegübte Wanderer genießt ein Sonnenbad, stärkt sich in der Gaststätte, genießt die Ausblicke. Wichtig: Bergschuhe, und wetterfeste Kleidung, sind unabdingbar, denn im April ist in einer Höhe von über 1200 m oft eine Schneedecke vorhanden.
Wer in die Weite sieht, fühlt eine Zugkraft, die alles ins Tal zieht, so das man sich reflektorisch irgendwo festhalten möchte, um nicht kraftlos wie eine federleichte Briefmarke ins Tal zu fliegen. Zur schönsten Ausicht in die Bergwelt des Karwendelgebirges auf Tiroler Seite, muss der Wanderer dem Hauptweg, von der Gaststätte aus, nach oben folgen, (siehe Foto rechts). am Aussichtspunkt (Direkt an der Staatsgrenze zu Tirol gelegen, die mitten durch das Karwendelgebirge verläuft.) öffnet sich die ganze Weite des Gebirges,dessen Ausmaße scheinbar bis zum Horizont reichen. Außerdem: Ohrenkneipen eine halbe Stunde lang,ist nach der Abfahrt garantiert. Ursache:Der Luftdruckgegensatz, da die Bergbahngondel nur an einem einzigen Stützpfeiler gebremst wird!


Atemberaubender Anblick, rechts liegt der Schmalensee bei Mittenwald. Diesen kann man auch auf den Fotos in der Mitte und rechts erkennen. Am Schmalensee liegt der Tonihof. dort gehen Wanderwege nach Krün, Klais, zum Barmsee, zur Gröblealm ab. Nahe der Gröblealm führt ein Wanderweg hinauf ins Kranzberggebiet, wo der Wildensee, die Almgaststätten Korbinianhütte, St. Anton und am Kranzbergipfel (ca.1200 m) einladen. Von Mitte Mai an fährt auch ein Sessellift dort hinauf.

 

Was für das Tiefland der Spatz, ist hier im Karwendelgebirge die Alpenkrähe. Sie guckt frech, was auf einem Butterbrot liegt, falls jemand etwas ißt, denn Höhenluft macht Appetit.
Die Luft ist fantastisch rein, nur der Wind oder der schrille "Shrie-Ruf" der Alpenkrähen zereißt die Stille. Vom Tiefland aus, in Mittenwald und Scharnitz,führen auch Wanderrouten für Bergsteiger hinauf ins Karwendelgebirge,z.B. zur Brunnsteinhütte.
Von Tirol aus führen weitere Wanderwege für Bergsteiger ins Karwendelgebirge, so wie in den Naturpark Karwendelgebirge.


Auf dem vorderen Fels scheint links ganz oben eine Nonne zu beten. Sie hebt ihre Hände zum Gebet, gen Himmel. Ja Gott ist hier ganz nah und der Mensch spürt, wie gewaltig die Schöpfung und die Natur selbst sind. Der gleiche Felsen ist am rechten Foto, ganz links zu sehen.

Blick in die Alpenwelt des Karwendelgebirges, im Tiroler Land. Denn hier verläuft die Staatsgrenze genau durch das Gebirge und die Stelle, von der das Foto aus geschossen wurde,liegt links vom Grenzschild, auf dem steht: "Achtung Staatsgrenze!"
Das ist ein komisches Gefühl, denn der Schritt nach Tirol ist so nah, vor allem, wenn man Österreich sonst nur auf Karten im Süden, ganz weit unten, liegen sieht. Da gleubt man, ach das ist so weit weg, da kommt man nie hin. Plötzlich ist es ein Katzensprung und niemand hindert einen daran, einfach von Mittenwald aus hinüber zu gehen, in das andere Land, wo das Handy sofort einen Willkommensgruß sendet. 



Karwendelgebirge vom Zug aus gesehen bei Mittenwald. Sieht fast aus wie ein mit Puderzucker bedeckter Christstollen.
 

Blick in Mittenwald auf Karwendelspitze mit Kirche von Mittenwald, (Mitte)
Karwendelgebrige nahe Scharnitz /Tirol (rechts).
Es ist nicht zu verleugen: Bei Mittenwald erinnert der Aufriss des Karwendelgebirges ein wenig an ein schlafendes Nashorn, dem man zur Sicherheit das Horn abgechliffen hat.


Aufstieg Korbinianhütte Mittenwald
Blick auf das Karwendelgebirge. Hinweis: Auch bei der schönsten Tour und bei Märchenwetter gilt: Nie die Berge aus den Augen verlieren,denn sobald sich dort Wölkchen zeigen, stellt sich die Wetterlage um. Werden die Wölkchen grau, bleiben knapp zwei Stunden Zeit für die trockene Heimkehr. Sieht ein Gebirge morgens aus, wie eine dampfende Waschküche, wird es den Tag über regnerisch. Vorsicht auch bei aufkommenden Gewittern! Hier ist es unbedingt notwendig, rechtzeitig eine Almwirtschaft zu erreichen! Sonst besteht Blitzschlaggefahr!
 

Karwendelgebirge bei Scharnitz (Mitte)   / Karwendelgebirge in Mittenwald mit Wolkentraum (rechts)
Vom Karwendelgebirge sind schon öfter Lawinen abgegangen, die immer wieder Schneisen des Kahlschlags im Gebirge selbst hinterließen und nur knapp vor Mittenwald zum stehen kamen. Schäden die dabei entstehn müssen behoben werden, gleiches gilt für die gesamte Urlaubsregion mit dem Höhenluftkurort Mittenwald. Den Menschen, die im Frühjahr alle Wanderwege passierbar machen, Winterschäden beseitigen, soll hier ein Dankeschön ausgesprochen sein.


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